Abmahnung U + C Rechtsanwälte – Urmann und Collegen

Die Rechtsanwälte Urmann und „Collegen“ der U + C Rechtsanwaltsgesellschaft mbH dürften vielen Menschen ein Begriff sein. Sie waren zuletzt am Ende des Jahres 2013 groß in den Schlagzeilen, weil sie tausende Abmahnungen wegen Porno-Streamings auf dem Portal „Redtube“ abmahnte. Rechtsanwalt Urmann äußerte dazu in einem Presseinterview, dass ihn dazu täglich Morddrohungen erreichen. (Das würde ihn aber angeblich nicht beunruhigen.)

Insbesondere mahnte U + C aber auch wegen Filesharings in Tauschbörsen im Internet ab. Wichtiger Kunde war dabei die inszwischen insolvente DigiProtect.

 

Update: Die Kanzlei GGR Rechtsanwälte aus Mainz berichtete Ende 2014, dass laut  einem Schreiben der Rechtsanwaltskamme Nürnberg Thomas Urmann nicht mehr zur Rechtsanwaltschaft zugelassen sei. Auch sei die Kanzlei U+C Rechtsanwälte Urmann+Collegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH gelöscht.

Damit hat der Abmahnanwalt seine Zulassung verloren und kann somit keine Abmahnungen mehr aussprechen.

Hintergrund zu den Abmahnungen von U + C

Streaming-Abmahnungen

Im Abmahnverhalten der U + C Rechtsanwaltsgesellschaft mbH unterscheidet sich von anderen Abmahnkanzleien. So überraschte Urmann und Collegen zuletzt Ende 2013 mit einer Abmahnwelle wegen Streamings von Filmen. Dabei ist es sehr umstritten, ob Streaming überhaupt eine Urheberrechtsverletzung ist.

Update 10. Juni 2014: Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) sagt klar im Urteil vom 5. Juni 2014 – C-360/13 Streaming und dabei notwendiges Caching sind keine Verletzung des Urheberrechts. Damit dürften sich die Abmahnungen erledigt haben.

„Pornopranger“ – Veröffentlichung von Namen Abgemahnter angekündigt

Bereits im Jahr 2012 hatten U + C für Aufregung gersorgt, weil sie die Namen abgemahnter Internetnutzer auf ihrer Internetseite veröffentlichten. Diese Maßnahme wurde allerdings aus Datenschutzgründen vom Bayerischen Landesamt für Datenschutz untersagt.

Verkauf von Forderungen aus Abmahnungen an Inkassounternehmen Debcon

Außerdem wurden Forderungen aus Abmahnungen meistbietend verkauft. Als Inkassounternehmen tritt dann die Debcon GmbH aus Witten auf, die zwar an Mandanten herantreten, um die Forderungen geltend zu machen. Eingeklagt wurden diese Forderungen gegenüber von uns vertretenen Mandanten aber bisher nicht. Die Debcon GmbH fordert Ende 2015 wiederum auch Zahlungen aus angeblichen Verträgen mit der Saverpayment AG. Auch dort gehen geht wohl um Pornos.

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